März 2025 – Die Gefühlsfälscherin
In einem Staat, in dem alle Menschen lächeln, lachen und glücklich durch die Straßen gehen, da kann es doch gar keine Probleme geben – oder? In Wilmas Kneipe treffen verschiedene Menschen aufeinander, die dem ewigen Grinsen nicht mehr gerecht werden können.
Taucht ein in eine Welt voller Lächeln, Glanz und versteckter Dunkelheit. Freut euch auf motivierende Workshops wie „Upgrade Your Smile“ und eine Performance, die berührt, inspiriert und zum Nachdenken anregt!
Auf eine für aToc völlig neue Art und Weise schrieben und erarbeiteten wir dieses Stück gemeinsam auf Grundlage des Buches Seelenvogel von Michael Snunit und Na’ama Golomb. In Schreibübungen und beim gemeinsamen Theaterspielen wurden die Welt und einzelne Figuren entworfen, von denen einige Teil des Stückes geworden sind. Viele der Figuren haben einiges erlebt. Jede*r Spielende kennt seine Figur am besten.
Premiere war am 8. März 2025 im Jugendkulturzentrum Pumpe.
Regie: Charlotte Tscherner
Oktober 2024 – Geschlossene Gesellschaft
Wenn das Ende kein Ende nimmt.
Wie geht es weiter, wenn alles vorbei ist? Nach ihrem Tod finden
sich ein Mann und zwei Frauen in einem spartanisch eingerichteten Raum wieder. Bis auf wenige Kleinigkeiten hat man ihnen alles abgenommen. Schnell ahnen sie, dass sie in ihrer persönlichen Hölle gelandet sind. Aber warum sind sie hier? Zufall? Ein Versehen? Oder ist alles genau geplant?
Die drei blicken zurück auf ihre irdischen Leben und in Abgründe – jeder in den eigenen und in die der beiden anderen. Ihnen wird klar,
dass es für sie keinen Ausweg gibt.
In einer Zeit, in der es immer mehr darauf ankommt, wie viele
Views, Klicks, Likes und Kommentare man auf Social Media erhält,
erscheint Sartres Stück relevanter denn je.
Premiere war am 4. Oktober 2024 in der Neuen Bühne Friedrichshain.
Text: Jean-Paul Sartre
Regie: Stephan Kowalik
Juni 2023 – Der Gott des Gemetzels
Zwei sich fremde Elternpaare treffen sich zu Hause, um einen Vorfall zwischen ihren Kindern zu besprechen. Ein kurzes klärendes Gespräch in gemütlicher Atmosphäre zwischen zivilisierten Prenzlberg-Eltern erwartet uns. So weit, so banal. Was soll da schon schief gehen? Es beginnt ein fulminanter Schlagabtausch, unterhaltsam und schwarzhumorig. Dieses Kammerspiel ist witzig, aufwühlend und bedrückend zugleich: ein Spiegel, in den niemand sehen möchte …
Erstmals inszenierte aToc eine Produktion in zwei verschiedenen Besetzungen und brachte zwei Varianten desselben Stücks auf die Bühne, die verschiedener nicht hätten sein können. Und erstmals ging aToc mit einem Stück auf Tour: Neben den regulären Aufführungen in der Spirale und dem Werk9 gab uns das Friedrich-Wolf-Theater in Eisenhüttenstadt die Gelegenheit, seine Bühne zu nutzen.
Premiere war am 2. Juni 2023 im Jugend- und Kulturzentrum Spirale.
Text: Yasmina Reza
Regie: Jonas Pietsch